Funktionsweise Entfeuchter

Ein kleiner Abriss über Luftentfeuchter

Der Name sagt schon, was das Gerät tut. Es entfeuchtet die Luft. Und das ist in der Praxis gar nicht so einfach. Luft, und die darin gelöste Wassermenge, sind nämlich nicht so trivial zu betrachten, wie viele glauben.

Es beginnt damit, dass die Feuchtigkeit der Luft relativ zur Temperatur angegeben wird. Das hat seinen Grund darin, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft. Bei Raumtemperatur (20 °C) und normalen Luftdruck (1013,25 hPa) ist die maximale Wassermenge, die in der Luft gelöst werden kann, ca. 17g/m³. Das entspräche dann einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100%.

Betrachten wir der Einfachheit halber ein Haus mit einer Grundfläche von 100m² und einer Deckenhöhe von 2,5m. Dieses Haus hat ein Raumvolumen von 250m³ und es können bei Raumtemperatur maximal ca. 4 Liter Wasser in der Luft gelöst sein. Wenn dies so ist, und die relative Luftfeuchtigkeit auf 50% gesenkt werden soll, müssen der Luft ca. 2 Liter Wasser entzogen werden. Alternativ könnte auch die Temperatur auf ca. 32 °C erhöhen werden, aber das nur am Rande.

Wichtig ist zu wissen, dass die Menge Wasser, die in der Luft gelöst werden kann, exponentiell mit der Temperatur wächst. Wenn also ein warmer Raum zu entfeuchten ist, dann muss diesem wesentlich mehr Wasser entzogen werden, als einem kalten Raum.

Dennoch ist die Annahme, dass sich die Wände von kalten Räumen besser entfeuchten lassen, falsch. Mit der sinkenden Temperatur sinkt nämlich auch die Verdampfungsrate. Zwar lässt sich die Feuchtigkeit der Luft u. U. schneller und besser senken, aber das Wasser in den Wänden verdunstet nicht so gut. Um die Trockenwirkung zu erhöhen, werden darum gelegentlich Luftentfeuchter und Heizgeräte kombiniert.